• das abenteuer ist zu ende ...

    und ich sitze wieder in meiner wohnung und schreibe den abschlusseintrag.

    Ich blicke voller Dankbarkeit fuer alles erlebte auf das letzte monat zurueck, gemischt mit einer gewissen Melancholie wieder daheim zu sein. Schon jetzt erscheint mir meine Reise surreal, fast wie ein Traum. Indien ist so anders, dass ich es selber kaum erfassen kann. Naja gut so, hab ich die naechste Zeit was zum gruebeln :)

    Die letzten 3 Tage an sich waren vollkommen in ordnung, heimreise halt. Wieder einige nette leutln kennengelernt und schlussendlich nach einigen Aergernissen heil @home angekommen.

    Fuehle mich derzeit logischerweise total geplaettet, war doch etwas anstrengend. Noch dazu diese tolle umstellung auf den kack winter der hier ja noch immer herrscht ....

    wir werden uns ja wohl bald wieder persoenlich sehen, bis dann!

  • es ist soweit ...

    im hintergrund hoere ich das meeresrauschen, so wie die ganze letzte woche, es ist zu heiss um ein tshirt zu tragen und ich habe gerade koestlichst zu abend gespeist. die letzte nacht hier ist herangebrochen ..

    morgen frueh trete ich dann meine heimreise an. bus, zug, flugzeug, schoen gestaffelt komme ich planmaessig am 8.2. um 14:15 an. Ich hoffe die indische bahn laesst mich nicht im stich :)

    das hier ist wohl auch mein letzter eintrag aus indien, ich hoffe es war interessant ein bisserl was mit zukriegen, danke :D

  • chillout am strand .... :)

    Wie vielleicht einige bemerkt haben, hab ich nicht wie geplant den flug am 2.3. genommen, sondern sitze noch immer bei Gokarna am Strand J
    Ich hab mein ticket auf den 8.3. verschoben, so um 14-15 komm ich glaub ich an. Am 6.3. muss ich mich dann von hier auf den Weg nach Chennai machen, das sind 2 Tage in Zug und Bus um dann direkt ins Flugzeug zu steigen. Jipee!

    Naja, jedenfalls, zurueck zum thema =>

    Am Mittwoch bin dann mit leichtem Marschgepaeck aufgebrochen um mal einen Blick auf die Straende zu werfen. Glorreicherweise hab ichs genau bis zur ersten geschafft, naemlich Kuddle Beach. Sehr feines Quartier direkt am Strand, und rund um die uhr ist ueberall das Meeresrauschen zu hoeren. Herrlich …

    Donnerstags war der grosse Tag ! Der Peak des Festivals, wo 2 riesige Statuen auf Holzraedern durch den Main Bazaar gezogen wurden. Tausende Menschen draengelten sich durch die Stadt, der Schweiss lief einem nur so runter und es war mittagszeit. Traditionelle indische live-musik, fette trommeln und rasseln, Menschen in Extase tanzend und mitten da durch werden ca 5x5 x 25m hohe Teile gezogen. Es war eine Energie in der Luft, eine Freude und Inder sowie Westler hatten zusammen eine tolle Zeit. Das wars 100% wert gesehen zu haben!

    Naja, ansonsten verbringe ich meine Tage am Strand mit plaudern, trommeln, lesen, pois spielen und den Moment geniessen. Hab hier einige sehr angenehme Leute kennengelernt und so verfliesst halt leider schon wieder die Zeit ...

    Naja, die paar Tage goenn ich mir noch, dann gehts ja eh wieder heimwaerts ..

    Das mit den fotos wird hier irgendwie nicht so wirklich was, das internet ist sooo langsam ... da muesst ihr euch also noch gedulden J

    Umarmung, dominik

  • aus der versenkung zurueck!

    heyho meine lieben, da bin ich wiedermal nachdem ich jetzt schon eine ganze woche lang nicht dazu gekommen bin was zu schreiben.

    bei mir gings drunter und drueber in den letzten tagen, soviel eigentlich unfassbares ist passiert. aber ich fang doch lieber mal am anfang an:

    ich hab schlussendlich 4 tage in hampi verbracht. In diesen bin ich mit 2 oesis & 2 kanadiern die ruinen abgelaufen und hatte einen wunderschoenen sonnenaufgang von einem kleinen huegel aus. wahnsinn.
    Ich hab bisserl geshoppt, bin ordentlich uebers ohr gehauen worden und hab mir sogar eine djembe gekauft.
    dario&ela: baba cesare ist angeblich noch immer in der gegend, ich bin leider nicht dazu gekommen auf die suche zu gehen.
    Ich hab mit Jill, einer Amerikanerin einen suesswasser-see besucht, dort geschwommen und einen extrem lustigen mittag verbracht. natuerlich mit einigen crazy people die auch dort waren.
    Auch hab ich 2 danish-people kennengelernt, vater&tochter auf dem motorrad durch indien. 2 aussergewoehnliche menschen von denen ich sehr beeindruckt war.
    Alles in allem war hampi sehr sehr toll, aber gegen ende hin bin ich fast fluchtartig abgeduest, das ganze dort ist wie ein strudel der ich ins geschehen reinreisst und wo man locker zuviel zeit dort verbringt.

    Nach diesen 4 tagen war mein einziges ziel, etwas ruhe & frieden zu finden, mal etwas entspannen und weg von all dem trubel. Also wollte ich zu arany, dem sithar spieler fahren. der war aber nicht erreichbar, also hat mich seine mutter zu sich eingeladen. Sie selbst ist italienerin und lebt seit 77 in indien. Hier hat sie einen Saddhu geheiratet und folgt selbst seit vielen vielen jahren dem bhakti-yoga pfad. Sie ist die erste person die ich getroffen habe, vor der ich ehrfurcht empfinde. Soviel staerke, soviel wissen und gleichzeitig soviel frieden in ihrer aura, es war total inspiring 2 abende mit ihr zu verbringen. Sie lebt noch dazu weit ausserhalb jeglichen trubels, in der reinen natur und mit einem sehr simplen lebensstil. Sogar ne fette kobra hab ich dort getroffen :)

    Danach wollte ich eigentlich zu arany fahren, der war aber auf dem sprung weg also hab ich mich seinem freund angeschlossen. Nicola ist franzose und lernt seit 2 jahren sithar. Mit ihm bin ich direkt nach Gokarna zu einem riesen Shiva-Festival. Hier hab ich dank aranys mutter unterschlupf in einem brahamanen-haus direkt am meer gefunden. Unter grossen Palmen kann mensch das rauschen des meeres tag und nacht hoeren. wunderschoen.

    yo, hier bin ich nun also, spaziere mit ein paar deutschen durch den bazaar und geniesse das wunderbare wetter. ich schaetze mal es wird um die 35-40 grad haben, leichte brise und blauer himmel. so wie jeden tag hier in indien :)

    die naechsten tage werde ich die umliegenden straende abchecken, paradise beach ist angeblich noch fast unberuehrt. mal sehen ...

    lg nach hause, danke fuer all die comments, ich freu mich sehr ueber jeden einzelnen.

  • ankunft in hampi

    die zugfahrt war super, ich hab einen sitha spieler kennengelernt der auf der uni unterrichtet und gerade von einem nationwide wettbewerb gekommen ist und den 3. platz gemacht hat. seine mutter ist italienerin und war mit einem guru verheiratet. Hab auch eine einladung zu ihm nach hause bekommen, ich glaube das werde ich wahrnehmen.
    ansonsten hab ich dann heute noch 3 spanier kennengelernt, maria (sehr huebsche frau) lebt beim himalaya und ist eine yogin.

    nach einem amuesanten bustrip von hospet (zugstation) hierher nach hampi hab ich schlussendlich ei sehr feines quartier gefunden. der ort selbst wirkt sehr angenehm, es ist ruhig, ein haufen andere touris und eine chillige atmosphaere...

    ich werde meinen aufenthalt in indien wohl verlaengern, die zeit wird schoen langsam viel zu knapp.

    umarmung nach oesterreich, dominik

  • bye bye vijayawada, abenteuer ich komme ...

    die zeit zerrinnt mir zwischen den fingern, schon sind 2 wochen vorbei seitdem ich aufgebrochen bin. heute steht mir wieder ein aufbruch bevor, es ist an der zeit dass inzwischen traute heim hier in vijayawada hinter mir zu lassen um mit meinem rucksack geschultert in die grosse weite welt loszuziehen.

    Ich bin total beeindruckt von der zeit die ich hier verbringen durfte, von den verschiedensten erlebnissen und momenten die ich hatte und all der freude die mir zuteil wurde.
    heute bei der verabschiedung von den staff members des navajeevan-projekts wurden mir noch 2 freundschaftsbaender geschenkt und einige der kids wollten mich kaum gehen lassen. Auch kam von allen seiten die frage, wann ich denn wiederkommen werde. Nunja, so wies aussieht, leider garnicht...
    Auch meine wg kollegen sind mir in dieser kurzen zeit sehr ans herz gewachsen, von anfang an herrschte eine offenheit und freundschaft welche wohl selten so spontan entsteht. Soviele durchzechte abende verbracht mit gesang, charoom, plauderein und deepen gespraechen ueber die ich ueberaus dankbar bin. namaska, liebe landsleute!

    Viele der kleinen dinge die ich hier mitbekommen habe werden mich wohl noch laenger beschaeftigen, denn indien ist fuerwahr das land der extreme...

    nunja, ich bin jedenfalls gespannt was mich erwartet. Ich habe ein 2nd class sleepers ticket nach hampi, was ca 580kms entfernt liegt. kostenpunkt: 230 rupees = 4,50 euro
    Hampi ist eine ruinenstadt, mit tempelanlagen, museen usw. dort werd ich dann mal 2-3 tage verbringen um dann das "richtige" indien "zu verlassen" und nach goa zu fahren.

    alles liebe nach hause, passt auf euch auf und geniesst den auf leisen sohlen herbeischleichenden fruehling .... umarmung, dominik

  • 7 oesis irgendwo in indien .....

    da nick & tini heute um 6:00am richtung heimat aufgebrochen sind, haben wir vorgestern noch einen letzten gemeinsamen abend verbracht. Wir fuhren nach chiguru (camp direkt am krishna, inmitten von bananenfeldern und sonstiger natur) und haben dort am dach des hauptgebaeudes ein lagerfeuer gemacht, lieder gesungen, getrommelt... ein sehr sehr netter abend, vor allem da es dort in der nacht richtig kuehl wird. hab sogar meinen pulli gebraucht!
    beim nachzaehlen ist mir dann auch aufgefallen dass an diesem feuerchen wirklich 7 oesis versammelt waren: nick&tini, harry, kathi (kaernten), sabine(salzburg), peter(burgenland) und ich. Noch dazu waren sarah (schweiz) & anand (usa) dabei. Alles volunteers die hier entweder 4 monate praktika machen, oder gleich ein ganzes jahr hier verbringen.

    Anfang der woche war ich etwas krank, wie eigentlich fast zu erwarten war ist mein organismus mit der umstellung doch nicht so easy zurechtgekommen. Auch der Kreuzweg war wohl etwas viel, wie peter mir nachtraeglich erzaehlte hatte es so um die 38grad.
    Nach Fieber, speiberei und allg. schwaeche und schwindel gings dann di & mi wieder bergauf und heut bin ich wieder so gut wie fitt.

    Dementsprechend hab ich mir gestern ein zugticket reserviert um fr oder sa nach hampi aufzubrechen. Dieser Ort wurde mir von mehreren Seiten empfohlen aufgrund der museen, tempel & ruinen. mal sehen...

    ansonsten hat sich nicht sooviel getan, wir hatten ne feine zeit in der flat, peter & ich am genesen und die erlebnisse die ich bisher hatte am sickern. Bin auch heute nicht so wirklich in schreiblaune ... hoffe euch zu hause gehts gut, bis zum naechsten eintrag

  • die tage vergehen wie im fluge ...

    und ich komme mir vor als wuerde ich schon eine ewigkeit hier verbringen. Gestern hatte ich sogar das erste mal kurz heimweh, als ich in der kueche unserer flat eine packung barilla-farfalle gesehen hab und mir gleich ein koestliches pesto dazu vorgestellt habe :)

    gestern waren alle volunteers gemeinsam mit ca 60 jungs zw 6 - 14 bei einem christlichen wahlfahrtsort wo die letzten 3 tage ein riesiges festival stattgefunden hat.
    Jeder von uns bekam eine gruppe von 8 - 10 kindern mit einem Aelteren als unterstuetzung/Aufpasser unter aufsicht gestellt und dann gings los. Gemeinsam mit hunderten bis tausenden anderen menschen gingen wir einen Kreuzweg, in der gluehenden Hitze und total ueberwaltigt ob all der Eindruecke und der mentalen & koerperlichen Herausforderung die dieser marsch bedeutete.
    Eine ungaubliche Stimmung herrschte an diesem Berg, mit vielen Menschen, Bettlern, schockierenst!! verkrueppelten, ueberall Musik und sooviele Farben. Zwischen all dem die Gruppe an Kids, welche total begeistert von Weissen sind und deshalb die gesamte Strecke ueber immer mind. 1 - 2 Kinder meine Hand halten oder den Arm um die Schulter gelegt bekommen wollten. Auch musste ich einen guten Teil des Weges einen 6 jaehrigen Jungen tragen, da das Gedraengel zu gross war.
    Mein Unterstuetzer hat mich auch ins Herz geschlossen, deshalb gingen wir den ganzen Weg hinab Arm in Arm und an der anderen Hand ein Junge der schon den Grossteil des Weges nicht von meiner Seite gewichen ist.
    Hier in indien herrscht allgemein viel mehr koerperkontakt unter maennern, freundschaftliche umarmungen oder haendchen-haltend spazieren gehen ist keine seltenheit. Auch betraegt der Sicherheitsabstand nicht wie bei uns 2 armlaengen sondern maximal eine. Anders wiederum ist es fuer Frauen, die Geschlechtertrennung ist hier noch stark vorhanden. Somit kommt man als Mann so gut wie nur mit Maennern in Kontakt, als Frau hauptsaechlich mit anderen Frauen.

    soo, exkurs abgeschlossen, wieder zur geschichte die ich ja eigentlich erzaehlen wollte, zurueck:
    Teilweise waren wir alle dem Kollaps nahe, den einen guten Teil des weges musste mensch in der prallen sonne zuruecklegen. Fuer inder ist es derzeit jedoch angenehm, winter halt! Den Rest des tages verbrachten wir dementsprechend erledigt in der wohnung und haben versucht uns zu erholen...

    Ich bin sehr sehr dankbar fuer diesen Ausflug, was schade ist, dass diese beschreibung nicht mal annaehernd das Erlebte vermitteln kann, ich hoffe jedoch, wenigstens einen Hauch zu euch nach Oesterreich senden zu koennen.

    Heute frueh sind Nick&Tini sowie Flo&Freundin aus Goa zurueckgekommen und nun verbringen wir einen gemeinsamen entspannten tag auf der terasse und wenns dann etwas kuehler wird, fahren wir gemeinsam nach chiguru (Drogen-Entzugscamp fuer Kinder) um dort bei einem lagerfeuer einen netten abend zu verbringen.

    Danke euch allen fuer die netten comments, freue mich sehr darueber mitzukriegen dass mein gefasel sogar jemand liesst ;)

    umarmung, dominik

  • vijayawada, Tag III

    was gibt es den heute interessantes zu berichten ....

    nach einem vormittag in der haengematte sind harry&ich gegen mittag losgezogen um stoffe einzukaufen. Es gibt bei diesem Projekt hier ( www.njbb.org )auch einen Schneider der einige der Jungs ausbildet. Dort lass ich mir derzeit einige Hemden und 2 Hosen machen. So weiss ich wenigstens das ein Teil des Geldes dass ich hier ausgebe, einem sinnvollen Zweck zukommt.

    Nachdem wir, natuerlich ganz entspannt mit nem chai hier und da, fertig mit shoppen waren, gings weiter zu einem Friseur wo ich mich richtig klassisch habe rasieren lassen. Sogar eine Kopfmassage gabs anschliessend. Seeehr interessante Erfahrung, jetzt seh ich halt wieder um einiges juenger und "zivilisierter" aus :)

    Die letzten 2 stunden haben wir mit 2 indischen jungs, beide so 17-18, auf unserer terasse (die mit der haengematte ;) ) verbracht. Hier herrscht eine sehr soziale, freundliche und entspannte atmosphaere die mich immer wieder beeindruckt.
    Kurz bevor wir zuhause angekommen waren, sind uns noch eine gruppe von navajeevan ( = neues Leben ) kinder ueber den weg gelaufen die alle ganz begeistert von uns waren. Nachdem ich ca 3/4 von ihnen auf dem arm herumgetragen hatte, musste ich mich ins flat fluechten, sonst waer ich da gar nicht mehr weggekommen :)

    Ich bin sehr sehr dankbar dafuer hier zu sein und all dies erleben zu duerfen, noch dazu mit so einem wunderbaren kerl wie dem harry der mir hier komplett neue dimensionen eroeffnet. Dadurch dass er seit 1 1/2 monaten hier arbeitet, kennt er die stadt und beim herumzigeunern ;) treffen wir natuerlich des oefteren bekannte gesichter was dem ganzen einen viel persoenlicheren touch gibt.

    Da wir gestern & heute mit dem fahrrad kreuz & quer durch die stadt unterwegs waren, hab ich mich ich auch schon etwas an den verkehr gewoehnt und lasse mich von dem staendigen gehupe auch nicht mehr irritieren. Hier ist es naemlich nur eine "hier bin ich unterwegs" nachricht um innerhalb des chaotischen Verkehrs keine unfaelle zu verursachen. Somit hupt jeder beim ueberholen, in ne kreuzung einfahren usw usf ... das ergibt alles in allem das "perfekte" reissverschlussystem wo alle ruecksicht nehmen und trotzdem jeder dahincruised.

    leider ist es sehr schwer moeglich den vibe der hier herrscht gscheid zu vermitteln. All die kleinen bekanntschaften und gespraeche die sich allein dadurch ergeben, dass mensch einer der wenigen weissen hier ist, beeindrucken mich immer wieder.
    zb wollte ein typ heute meine sonnenbrille probieren, kaum stehe ich also kurz dort, war auch schon ein aelterer inder bei mir mit dem ich ca 15mins ueber das christentum, buddhismus usw usf diskutiert habe. War natuerlich sehr aufsehen erregend, also war schnell eine kleine menschentraube um uns herum die daran teil haben wollten. Zwar mag es teilweise bedrohlich oder einschuechternd wirken wenn gleich mal 10 inder sehr knapp um einen herum stehen, jedoch sind sie eigentlich durch interesse und freundlichkeit motiviert. Auch freuen sich sehr viele total darueber wenn mensch ihnen die hand schuettelt (was wohl ein highlight des tages fuer viele ist)

    Natuerlich hat indien auch schattenseiten. An so mancher Strassenecke sieht mensch Strassenkinder, Bettler, Krueppel(nicht negativ gemeint!!!) und Alte welche einen anschnorren. Auch gibt es Menschen welchen die Beine oder Arme abgeschnitten wurden damit sie mehr mitleid erregen.
    Unter all der Lebensfreude und Offenheit blitzt oft die Armut durch, welche fuer westliche Augen oft erschreckend sein kann. Jedoch ist es meiner meinung nach (haha, wessen sonst ;) ) emminent, unsere westlich-industrialisierten Ansprueche und Sichtweisen mal fuer einen Moment beiseite zu legen um wirklich in diese Kultur einzutauchen und evtl teile davon zu verstehen.

    schoenen abend noch, evtl lad ich heut oder morgen noch ein paar bilder hoch....

  • indien beginnt sein gesicht zu zeigen

    namaste!

    ich sitze hier gerade nach 2 sehr ereignisreichen tagen, zwei kleine jungs von Harrys projekt stehen neben mir und sind von meinen piercings begeistert :) leider verstehen wir einander nicht, aber das stoert die gute stimmung nicht.

    was ist den so passiert seit meinem letzten eintrag....
    die Fahrt mit dem Nachtzug war spitze, mitten zwischen lauter Indern. Beradvata, ein buddhistischer Moench hat mit mir sein Fruehstueck geteilt, 3 Hindus die so gut wie kein Englisch konnten haben mich auch noch auf einige Samosas eingeladen und wir hatten eine sehr feine Reise. Typisch Indien war mein Zug 3 1/2h verspaetet, also ist der arme Harry ganz umsonst um 5:30 aufgestanden.

    Den gestrigen Tag haben wir mit plaudern und trinken verbracht, sind ein bisserl spazieren gegangen, haben uns dann das Hauptquartier von Harrys Projekt angesehen (von wo aus ich grad das i-net benutze) und haben noch einen sehr netten abend mit den anderen volunteers verbracht. Das sind im moment auch 3 Oesterreicher, 2 davon frisch 1 abend vor mir angekommen.

    Ich bin total fasziniert von dem sozialen Leben, der Offenheit und die Freundlichkeit die hier herrscht. Ueberall wird sofort die frage an einen gerichtet, wo man herkommt, warum man hier ist, usw usf. Beim herumspazieren bleibt mensch nie lange alleine, jeder ist interessiert, auch wenns nur bei einer kurzen konversation bleibt. Natuerlich ist es anfangs sehr gewoehnungsbeduerftig, denn als Weisser wird mensch von vielen Leuten angestarrt. Sobald mensch jedoch zuruecklaechelt, gibts sofort eine gleichartige Antwort. Wunderschoen wie sich Wildfremde einfach und unkompliziert ansmilen.
    der gewoehnliche Sicherheitsabstand zwischen 2 Menschen ist hier auch geringer, es passiert viel unkomplizierter dass mensch sich auch mal beruehrt oder 2 Maenner freundschaftlich arm in arm auf der strasse herumlaufen.

    Heute hab ich mit Harry ne Stadttour gemacht, wir haben uns Fahrraeder ausgeborgt und sind ein bisserl herumgecruised. Wir waren im Krankenhaus wo wir 3 von Harrys Schuetzlingen besucht, mit ihnen Uno gespielt und nen Discman fuer 2h dortgelassen haben, was natuerlich ein riesen highlight war. Waehrenddessen sind wir durch einen relativ armen Hindu-Bezirk spaziert. Faszinierend was fuer eine friedliche und ruhige Stimmung dort herrschte. Sobald ich die kamera gezueckt habe, wollten natuerlich gleich alle fotographiert werden :)

    Ich bin total overwhelmed von allem was hier passiert, von den Menschen, der Stimmung und meiner wunderbaren Aufnahme hier in Vijayawada. Auch meine langen Gespraeche mit Harry und ihm als Guide bereichern meine Reise extrem.

    bis die tage, passt auf euch auf!

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